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Bundesbeauftragter fĂŒr die Stasi-Unterlagen
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Der Bundesbeauftragte fĂŒr die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), verkĂŒrzend nach den amtierenden Bundesbeauftragten auch Gauck-, Birthler- bzw. Jahn-Behörde genannt, war eine Bundesoberbehörde mit Zentralstelle in Berlin und Außenstellen in den Neuen LĂ€ndern. Ihre Aufgabe bestand darin, die Akten und Dokumente des Ministeriums fĂŒr Staatssicherheit (kurz MfS oder „Stasi“) der DDR zu verwalten und zu erforschen. Die Errichtung der Behörde wurde von Mitgliedern der BĂŒrgerkomitees und Freiwilligen der BĂŒrgerrechtsbewegung im Zuge der friedlichen Revolution von 1989 erwirkt. Die Amtszeit des Bundesbeauftragten betrug fĂŒnf Jahre, eine einmalige Wiederwahl war gemĂ€ĂŸ § 35 Abs. 4 Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) möglich. Das 1991 in Kraft getretene StUG bildete die Rechtsgrundlage der Behörde. Die Behörde war Mitglied der Platform of European Memory and Conscience und gehörte dem GeschĂ€ftsbereich des Beauftragten der Bundesregierung fĂŒr Kultur und Medien (BKM) an. Mit Wirkung zum 17. Juni 2021 wurde die Behörde aufgelöst und in die ZustĂ€ndigkeit des Bundesarchivs ĂŒberfĂŒhrt.cite-ref-3[3]

Contents

‱ Geschichte
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Geschichte

Am 4. Oktober 1990 ĂŒbernahm der ehemalige Rostocker Pastor Joachim Gauck das Amt des Sonderbeauftragten der Bundesregierung fĂŒr die Stasi-Unterlagen. Mit Inkrafttreten des Stasi-Unterlagen-Gesetzes am 29. Dezember 1991 wurde er der Bundesbeauftragte fĂŒr die Stasi-Unterlagen.cite-ref-4[4] Wegen ihres langen amtlichen Titels wurde die Behörde daraufhin kurz Gauck-Behörde genannt.

Nachdem Marianne Birthler die Leitung der Behörde im Oktober 2000 ĂŒbernommen hatte, hieß die Behörde in den Medien auch Birthler-Behörde. Sie wird als Bundesbehörde fĂŒr die Stasi-Unterlagen (BStU) bezeichnet und unterlag der Dienstaufsicht durch den Beauftragten der Bundesregierung fĂŒr Kultur und Medien. Es gibt keine Fachaufsicht durch ein Ministerium, die BStU berichtet regelmĂ€ĂŸig an den Deutschen Bundestag.cite-ref-5[5]

Der Deutsche Bundestag hat auf Vorlage der Bundesregierung im Rahmen der Fortschreibung des GedenkstÀttenkonzeptescite-ref-bundestags-drucksache-16-9875-6-0[6] beschlossen, eine Expertenkommission einzusetzen. Diese sollte die Aufgaben der BStU analysieren und dem Deutschen Bundestag VorschlÀge zur Zukunft der Behörde machen. Die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP entschieden, dass die BStU noch mindestens bis 2019 tÀtig bleiben soll.cite-ref-pnn-279015-7-0[7]

In dem GedenkstĂ€ttenkonzept ist außerdem festgehalten, dass die Struktur und Anzahl der BStU-Außenstellen in den Regionen zeitnah verĂ€ndert wird, um trotz zurĂŒckgehenden Personalbestands die ArbeitsfĂ€higkeit gewĂ€hrleisten zu können. Hierzu lagen 2009 erste Planungen vor, die mit dem BKM,cite-ref-bundesre-bundesre-8-0[8] dem Deutschen Bundestag und den LĂ€ndern diskutiert wurden.

Am 28. Januar 2011 wurde der Journalist Roland Jahn vom Deutschen Bundestag zum neuen Leiter der Behörde gewÀhlt. Das Amt trat er im MÀrz 2011 an.cite-ref-9[9]

Anfang 2016 kritisierte der Bundesrechnungshof die unzulĂ€ssige Zahl von Überstunden der Pressesprecherin der Behörde, Dagmar HovestĂ€dt. Laut BStU waren die Überstunden dienstlich notwendig, eine rechtliche PrĂŒfung habe stattgefunden, in der Verwaltung sei es jedoch zu verschiedenen Fehlern gekommen.cite-ref-10[10] Die Behörde stellte die MĂ€ngel anschließend ab und fĂŒhrte eine verbesserte PrĂŒfmethodik fĂŒr Finanzentscheidungen ein.

Stasi-Unterlagen-Gesetz

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Hauptartikel

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Stasi-Unterlagen-Gesetz

Am 29. Dezember 1991 trat das Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) in Kraft; der Deutsche Bundestag hatte es mit großer Mehrheit verabschiedet. Das zentrale Anliegen dieses Gesetzes ist die Öffnung der Akten des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes fĂŒr die Aufarbeitung, insbesondere der Zugang der Betroffenen zu den Informationen, die der Staatssicherheitsdienst zu ihnen gespeichert hat. Erstmals bekamen damit BĂŒrger die Gelegenheit, Unterlagen einzusehen, die eine Geheimpolizei ĂŒber sie angelegt hatte. Das ist in der Geschichte ohne Beispiel. Zudem ist es ein Auftrag des Gesetzes, die Persönlichkeitsrechte der Menschen, ĂŒber die Stasi-Unterlagen existieren, zu schĂŒtzen. Vier Tage nach dem Inkrafttreten des Gesetzes, am 2. Januar 1992, begann die Akteneinsicht.cite-ref-11[11]

Das Ministerium fĂŒr Staatssicherheit der DDR sammelte Material ĂŒber Millionen von Menschen – in erster Linie ĂŒber DDR-BĂŒrger, aber auch ĂŒber viele BĂŒrger der Bundesrepublik Deutschland und ĂŒber BĂŒrger anderer Staaten. Viele LebenslĂ€ufe – nicht nur in der DDR – wurden im Laufe der Jahre durch die Staatssicherheit entscheidend beeinflusst. Das MfS organisierte den beruflichen Erfolg oder Misserfolg, erstellte grĂŒndliche PlĂ€ne zur so genannten Zersetzung,cite-ref-12[12] drang in die PrivatsphĂ€re seiner Opfer ein und verwendete auch intime Informationen fĂŒr seine Zwecke. Die Stasi verletzte Grundrechte der BĂŒrger wie die Ă€rztliche Schweigepflicht, Bank- und Postgeheimnis, die Unverletzlichkeit der Wohnung, auch wenn sie in der Verfassung der DDR festgelegt waren.

Insgesamt wurden bis Ende 2020 7.353.885 AntrÀge auf Akteneinsicht gestellt, darunter:

‱ 3.394.609 AntrĂ€ge von BĂŒrgern auf Auskunft, Einsicht und Herausgabe (Erst- und WiederholungsantrĂ€ge, AntrĂ€ge auf DecknamenentschlĂŒsselung und AntrĂ€ge zur Herausgabe von Kopien),
‱ 1.754.521 Ersuchen zur ÜberprĂŒfung von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes (bis 2011),
‱ 517.419 AntrĂ€ge zu Fragen der Rehabilitierung, Wiedergutmachung und Strafverfolgung,
‱ 1.148.201 Ersuchen zu Rentenangelegenheiten,
‱ 38.430 AntrĂ€ge von Forschung und Medien,
‱ sowie 438.673 sonstige ÜberprĂŒfungen und Ersuchen (2011).cite-ref-13[13]

BeschÀftigung ehemaliger MfS-Angehöriger

2007 erschien ein als vertraulich deklariertes „Gutachten ĂŒber die BeschĂ€ftigung ehemaliger MfS-Angehöriger bei der BStU“, das der Kulturstaatsminister Bernd Neumann bei dem ehemaligen Verfassungsrichter Hans Hugo Klein und dem Historiker Klaus Schroeder in Auftrag gegeben hatte. Das Gutachten erhebt schwere VorwĂŒrfe gegenĂŒber der Behörde, vor allem bezogen auf die Zeit unter Joachim Gaucks FĂŒhrung. So sollen 1991 mindestens 79 ehemalige Stasimitarbeiter, darunter fĂŒnf ehemalige IMs, in der Behörde tĂ€tig gewesen sein. Im Gutachten heißt es: „Nahezu alle ehemaligen MfS-Bediensteten hatten in den ersten Jahren des Aufbaus der Behörde die Möglichkeit des Missbrauchs. Sie konnten Akten vernichten, verstellen oder herausschmuggeln, denn sie hatten als WachschĂŒtzer, als Archivare, als Magazinmitarbeiter oder als Rechercheure zum Teil ungehinderten und unbeaufsichtigten Zugang zu erschlossenem, aber auch zu unerschlossenem Material.“cite-ref-tagesspiegel-1-14-0[14]cite-ref-welt-1-15-0[15] Marianne Birthler begrĂŒĂŸte grundsĂ€tzlich die Beauftragung der Bundesregierung zur Erstellung eines Gutachtens, wies aber die im Gutachten angegebenen Zahlen an Mitarbeitern mit MfS-Vergangenheit zurĂŒck und bemĂ€ngelte, dass das Gutachten unbelegte Darstellungen enthalte.cite-ref-bstu-1-16-0[16] Der letzte Amtsinhaber Roland Jahn bezeichnete in seiner Antrittsrede am 14. MĂ€rz 2011 die BeschĂ€ftigung ehemaliger MfS-Mitarbeiter als „unertrĂ€glich“ und erklĂ€rte es zu seinem Ziel, diese Mitarbeiter umsetzen zu lassen.cite-ref-17[17]

Rosenholz-Dateien

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Hauptartikel

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Rosenholz-Dateien

Unter den Unterlagen der Behörde nimmt die „Rosenholz“-Datenbank in der Öffentlichkeit eine Sonderstellung ein. Sicher haben politische Diskussionen und die Medienberichterstattung um die Verstrickung Westdeutscher in das Staatssicherheitssystem der DDR daran ihren Anteil. Diese Datenbank wird im Karteibereich der Zentralstelle gefĂŒhrt.

Bei den „Rosenholz“-Unterlagen handelt es sich um mikroverfilmte Karteien der Hauptverwaltung A (HV A) des MfS, die fĂŒr die Auslandsspionage zustĂ€ndig war. Diese Verfilmung fertigte das MfS 1988 im Zuge der allgemeinen Mobilmachungsbereitschaft an. Auf unbekanntem Wege gelangten diese Unterlagen 1989/1990 in die USA. Die amerikanische Regierung ermöglichte 1993 Mitarbeitern des Bundesamtes fĂŒr Verfassungsschutz Einblick in diese mikroverfilmten Karteikarten. Die deutschen Behörden sollten in die Lage versetzt werden, Spione zu enttarnen und ggf. unter Anklage zu stellen. Diese Aktion des Bundesamtes fĂŒr Verfassungsschutz, in deren Folge tausende Westdeutsche ĂŒberprĂŒft wurden, lief damals unter dem Codewort „Rosenholz“. Inzwischen wird der Name auch als Bezeichnung fĂŒr die Unterlagen selbst benutzt.

Nach langwierigen Verhandlungen der Bundesregierung mit den zustĂ€ndigen Stellen in den USA wurden die Unterlagen mit westdeutschem Bezug seit dem Sommer 2000 bis Mai 2003 schrittweise an die Stasi-Unterlagen-Behörde zurĂŒckgegeben. Seit Juni 2003 können die Unterlagen entsprechend dem Stasi-Unterlagen-Gesetz verwendet werden.

In zahlreichen Spionageprozessen und Ermittlungsverfahren, die in den 1990er Jahren stattfanden, hat der Generalbundesanwalt Erkenntnisse aus den „Rosenholz“-Unterlagen verwendet. Daher ist aktuell mit strafrechtlich relevanten Entdeckungen kaum noch zu rechnen. DarĂŒber hinaus ist die Überlieferungslage der „Rosenholz“-Datenbank nicht eindeutig. Oft werden sowohl IM (Inoffizieller Mitarbeiter), also Spione, wie deren Quellen, die von den IM ausgeforscht oder abgeschöpft wurden, unter dem gleichen Vorgang erfasst. Deshalb lĂ€sst sich oft nicht mehr eindeutig zuordnen, wer TĂ€ter und wer Opfer war. Da die HV A 1990 fast alle wichtigen Akten vernichten konnte, sind auch kaum Möglichkeiten zur GegenprĂŒfung in den Stasi-Unterlagen gegeben.cite-ref-18[18]

Bedeutung und Ende der BStU 2021

Nach der Auflösung des MfS 1990 und der anschließenden Offenlegung seiner Arbeitsweise wurde das MfS zum Gegenstand eines breiten öffentlichen Interesses und intensiver Forschung seit 1991. Die Dokumentation der BStU ĂŒber Strukturen, Mitarbeiter und Methoden eines Nachrichtendienstes stellt einen bislang einmaligen Sonderfall und Chance in der deutschen Geschichte dar. Die Behörde eröffnete den Betroffenen erstmals und einzigartig Einsicht in die ĂŒber sie gespeicherten Informationen.

Im „Fall Kohl“ (2000–2004) ging es darum, ob Protokolle der von der Stasi illegal abgehörten Telefonate des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl herausgabefĂ€hig sind. WĂ€hrend Kohl dies ablehnte, drĂ€ngten insbesondere Journalisten, die zur SpendenaffĂ€re recherchierten, auf Akteneinsicht. Der daraus resultierende „Aktenstreit“cite-ref-19[19] fĂŒhrte nach mehreren Gerichtsverfahren zu einem Kompromiss: Der BStU darf die Unterlagen herausgeben, aber nur unter strengen Auflagen und eingeschrĂ€nkt.cite-ref-20[20]

ÜberfĂŒhrung in die ZustĂ€ndigkeit des Bundesarchivs

Schon als 1991 das Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) in Kraft trat, war klar, dass die damit gegrĂŒndete Bundesbehörde fĂŒr die Stasi-Unterlagen ihren Aktenbestand irgendwann in die ZustĂ€ndigkeit des Bundesarchivs ĂŒberfĂŒhren wĂŒrde.

Da im Stasi-Unterlagen-Gesetz aber ein Unterschied beim Zugang zu den TĂ€terunterlagen gemacht wird, den es im Bundesarchivgesetz nicht gibt, und weil fĂŒr die Akten der Stasiopfer ein grĂ¶ĂŸerer Datenschutz besteht als im Bundesarchiv, ist diese ÜberfĂŒhrung nicht ohne Weiteres möglich.

Eine Änderung des StUG und die mögliche Auflösung und Eingliederung der BStU in das Bundesarchiv wurde 2006 und 2007 öffentlich diskutiert. Der Deutsche Bundestag hat auf Vorlage der Bundesregierung im Rahmen der Fortschreibung des GedenkstĂ€ttenkonzeptes im Jahr 2008 die Einsetzung einer Expertenkommission durch den 17. Deutschen Bundestag beschlossen. Diese sollte die gesetzlich zugewiesenen Aufgaben der BStU analysieren und VorschlĂ€ge zur Zukunft der Behörde unterbreiten.cite-ref-21[21] GrundsĂ€tzlich haben die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP entschieden, dass die BStU mindestens bis zum Jahr 2019 weiterarbeiten soll.cite-ref-spiegel-69743993-22-0[22] Dies hatte die SPD schon in der vergangenen Legislaturperiode gefordert. Am 27. November 2014 wurde die Expertenkommission zur Zukunft der Behörde des BStU offiziell eingesetzt.

In der Fortschreibung der GedenkstĂ€ttenkonzeption wurden auch Entscheidungen ĂŒber die Zukunft der Außenstellen und die Arbeit in der FlĂ€che festgehalten: „Die Struktur der Außenstellen wird zeitnah verĂ€ndert, um eine effizientere Arbeit trotz zurĂŒckgehenden Personalbestandes gewĂ€hrleisten zu können.“cite-ref-bundestags-drucksache-16-9875-6-1[6] Da die Außenstellen Rostock, Magdeburg, Gera und Suhl geschlossen werden sollen, setzte eine intensive Diskussion darĂŒber ein.cite-ref-23[23] Die Schließung betrifft die Archivstandorte, vor Ort sollen BĂŒrgerbĂŒros die Dienstleistungen fĂŒr die BĂŒrger – Akteneinsicht, politische Bildungsarbeit, Informationsveranstaltungen etc. – weiter anbieten.

Auflösungsbeschluss 2020 und neue Bundesbeauftragte fĂŒr die Opfer der SED-Diktatur 2021

Der Ausschuss fĂŒr Kultur und Medien des Deutschen Bundestages hat am 1. August 2019 ĂŒber das Konzept des Bundesbeauftragten fĂŒr die Stasi-Unterlagen und des Bundesarchivs vom 13. MĂ€rz 2019cite-ref-24[24] beraten und eine Beschlussempfehlung abgestimmt.cite-ref-25[25] Diese wurde in der Plenarsitzung vom 26. September 2019 angenommen.cite-ref-26[26]

Der Ausschuss fĂŒr Kultur und Medien des Deutschen Bundestags hat am 4. November 2020 zur ÜberfĂŒhrung der Stasi-Akten in die ZustĂ€ndigkeit des Bundesarchivs und die Einrichtung des Amtes eines Beauftragten fĂŒr die Opfer der SED-Diktatur nach dem Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Bundesarchivgesetzes, des Stasi-Unterlagen-Gesetzes und zur Einrichtung einer oder eines SED-Opferbeauftragten vom 27. Oktober 2020cite-ref-27[27] eine öffentliche Anhörung durchgefĂŒhrt.cite-ref-28[28]

Am 19. November 2020 stimmte der Bundestag mit der Mehrheit aus CDU/CSU, SPD, FDP und BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen fĂŒr ein Gesetz zur ÜberfĂŒhrung der Unterlagen in die ZustĂ€ndigkeit des Bundesarchivs. Die Linksfraktion enthielt sich, die AfD-Fraktion stimmte dagegen.cite-ref-29[29]

Der Bundesbeauftragte Jahn Ă€ußerte sich zustimmend zu dem Gesetz und zur Nachfolge: „Es ist gut, dass aus dem Beauftragten fĂŒr die Akten ein Beauftragter fĂŒr die Menschen wird, der nicht nur die Stasi, sondern die gesamte SED-Diktatur in den Blick nimmt.“cite-ref-30[30]

Das Gesetz zur Änderung des Bundesarchivgesetzes, des Stasi-Unterlagen-Gesetzes und zur Einrichtung einer oder eines SED-Opferbeauftragten wurde am 9. April 2021 ausgefertigt und trat gemĂ€ĂŸ seinem Artikel 6 am 17. Juni 2021 in Kraft.cite-ref-31[31] Am 10. Juni 2021 wĂ€hlte der Bundestag Evelyn Zupke zur neuen Bundesbeauftragten fĂŒr die Opfer der SED-Diktatur.

Umfang und Verwahrung der Stasi-Unterlagen

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Hauptartikel

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Stasi-Unterlagen

Bei den „Stasi-Unterlagen“ handelt es sich heute um einen Komplex von insgesamt ca. 111 Kilometer Akten, zu denen unter anderem auch 41 Millionen Karteikarten, 1,95 Millionen Fotografien, 2.876 Filme und Videos sowie ca. 23.250 Tondokumente gehören. DarĂŒber hinaus existieren noch rund 15.500 BehĂ€ltnisse mit bisher ungesichtetem, zerrissenem Schriftgut.cite-ref-bstu-erschliessung-32-0[32]

Die BestĂ€nde befinden sich zum ĂŒberwiegenden Teil noch heute an ihren ursprĂŒnglichen Aufstellungsortencite-ref-aufstellungsorte-33-0[33] und sind dort – entsprechend den Vorgaben des Stasi-Unterlagen-Gesetzes – öffentlich zugĂ€nglich:

‱ Die Unterlagen der Ministeriumszentrale des MfS sind in der ehemaligen Zentrale des Ministeriums fĂŒr Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg (heute Forschungs- und GedenkstĂ€tte Normannenstraße) untergebracht, und zwar in einem vom MfS 1984 eröffneten Archivzweckbau („Haus 8“).
‱ Als regionale Außenstellen gab es 14 MfS-Bezirksverwaltungen mit jeweils eigenen Archiven in Berlin, Cottbus, Dresden, Erfurt, Frankfurt (Oder), Gera, Halle, Karl-Marx-Stadt, Leipzig, Magdeburg, Neubrandenburg, Potsdam, Rostock, Schwerin und Suhl. Mit Ausnahme der Unterlagen der MfS-Bezirksverwaltungen Berlin (ca. 2,2 Kilometer Dokumente, 2011 ins Archiv der Zentrale in Berlin-Lichtenberg ĂŒbertragen) und Potsdam (ca. 4,7 Kilometer Dokumente, 2008 ins Archiv der Zentrale in Berlin-Lichtenberg ĂŒbertragen), lagern auch die Unterlagen der ehemaligen MfS-Bezirksverwaltungen noch an ihren ursprĂŒnglichen Standorten.cite-ref-aufstellungsorte-33-1[33]

Einsichtnahme in Stasi-Unterlagen

Die Rechtsgrundlage fĂŒr die Einsichtnahme in die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR bildet das Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG). Das Antragsformular fĂŒr die Einsichtnahme kann auf der Internetseite der BStU heruntergeladen werden.cite-ref-34[34]

Der private Akteneinsichtsantrag

Jeder Einzelne hat das Recht, von dem Bundesbeauftragten Auskunft darĂŒber zu verlangen, ob in den erschlossenen Unterlagen Informationen zu seiner Person enthalten sind. Ist das der Fall, kann er Auskunft, Einsicht in Unterlagen und Herausgabe von Kopien erhalten.

Die Unterlagen zu vermissten oder verstorbenen nahen Angehörigen sind nur fĂŒr einen festgelegten Personenkreis und nur zu bestimmten Zwecken eingeschrĂ€nkt zugĂ€nglich (§ 15 StUG).

AntrÀge von Forschern und Medienvertretern

Der Bundesbeauftragte unterstĂŒtzt die Forschung, Presse, Rundfunk und Film (Medien) sowie Einrichtungen zur politischen Bildung bei der historischen und politischen Aufarbeitung der TĂ€tigkeit des Staatssicherheitsdienstes, der Herrschaftsmechanismen der ehemaligen DDR bzw. der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone sowie bei der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit. Im Rahmen eines zulĂ€ssigen Antrags werden die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes zur VerfĂŒgung gestellt.

Ersuchen öffentlicher und nicht-öffentlicher Stellen

Die ÜberprĂŒfung von Personen auf eine frĂŒhere hauptamtliche oder inoffizielle TĂ€tigkeit fĂŒr den Staatssicherheitsdienst ist auf der Grundlage eines schriftlichen Ersuchens öffentlicher und nicht-öffentlicher Stellen möglich. Das sind etwa die Landtage oder Regierungen, aber auch Kreistage oder BĂŒrgermeister. Der Kreis der ĂŒberprĂŒfbaren Personen wurde mit dem Siebten Gesetz zur Änderung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes vom 21. Dezember 2006 stark eingeschrĂ€nkt.

Ebenso werden u. a. Ersuchen zu Rentenangelegenheiten, zu offenen Vermögensfragen oder zu Ordensangelegenheiten bearbeitet. FĂŒr Zwecke der Strafverfolgung und Gefahrenabwehr sowie zur Rehabilitierung und Wiedergutmachung stellt der Bundesbeauftragte auch Unterlagen zur VerfĂŒgung.cite-ref-35[35]

Unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz stellte der BĂŒrgerrechtler Heiko Stamer im Oktober 2012 einen Antrag auf Akteneinsicht bezĂŒglich der Nutzung der vom MfS gesammelten Daten durch nationale und internationale Institutionen. Im Februar 2013 erhielt er eine 63-seitge Listecite-ref-36[36] jener, die beim BStU in den Jahren 2000 bis 2012 Auskunft ersucht hatten. Auf der Liste finden sich allen voran nationale Institutionen wie LandeskriminalĂ€mter (519), der Generalbundesanwalt (354), das Bundeskriminalamt (349), die regionalen Polizeibehörden (311) und die regionalen Staatsanwaltschaften (233). Ebenso finden sich auf der Liste internationale Institutionen wie das US-Justizministerium, die NSA, die britische sowie die amerikanische Botschaft und verschiedene Verteidigungsministerien.cite-ref-netzpoli-2013-37-0[37]

Rekonstruktion zerrissener Unterlagen

Manuelle Rekonstruktion

Seit 1995 besteht bei der BStU eine Projektgruppe zur manuellen Rekonstruktion zerrissener Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes. In ihr arbeiten ĂŒberwiegend Mitarbeiter des Bundesamtes fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (BAMF) in Zirndorf bei NĂŒrnberg. Seit Beginn der Arbeiten im Jahr 1995 ist Schriftgut aus 400 SĂ€cken im Umfang von 105 laufenden Regalmetern wiederhergestellt worden; etwa 75 Prozent der erschlossenen Unterlagen betreffen VorgĂ€nge aus den letzten fĂŒnf Jahren der DDR. Hinzu kommen erhebliche Mengen an Teilrekonstruktionen (Blattfragmente), die erst vervollstĂ€ndigt werden können, wenn in anderen SĂ€cken die zugehörigen Teile gefunden worden sind.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeiten war etwa die Wiederherstellung von Schriftgut der Abteilung XV (AuslandsaufklĂ€rung) der Bezirksverwaltung Leipzig. Zusammen mit den frĂŒheren, seit Beginn der Bearbeitung im Herbst 2004 erfolgten Rekonstruktionen konnte so Schriftgut im Umfang von etwa 8 laufenden Regalmetern wiederhergestellt werden. Diese Unterlagen sind insoweit von besonderer Bedeutung, als 1989/90 beinahe alle Unterlagen zur Auslandsspionage des Staatssicherheitsdienstes vernichtet worden waren. Die rekonstruierten Dokumente haben deshalb nicht nur einen hohen Informationswert, sondern zeichnen sich auch durch ihren Evidenzwert aus, denn sie gehören zu den wenigen Zeugnissen der TĂ€tigkeit, Struktur und Wirkungsweise der Auslandsspionage des Staatssicherheitsdienstes. Die zusammengesetzten Dokumente stammen ĂŒberwiegend aus der Schlussphase der DDR. Etwa die HĂ€lfte der erschlossenen Unterlagen konnte VorgĂ€ngen zugeordnet werden, die 1989 vom MfS noch aktiv gefĂŒhrt wurden. Die rekonstruierten Unterlagen belegen, dass und wie der Staatssicherheitsdienst fĂŒr Zwecke der Auslandsspionage, insbesondere in der alten Bundesrepublik, auf allen Ebenen inoffizielle Mitarbeiter aus anderen Diensteinheiten des MfS rekrutierte, um sie zusĂ€tzlich zum eigenen Agentennetz einzusetzen. Im Juli 2008 wurde entschieden, die manuelle Rekonstruktion der Unterlagen zur Leipziger Abteilung XV zunĂ€chst einzustellen, weil einerseits der Arbeits- und Zeitaufwand fĂŒr die Rekonstruktion der besonders kleinteiligen Schnipsel extrem hoch war und andererseits die Aussicht auf eine computergesteuerte Zusammensetzung der stark zerstörten Unterlagen besteht. Deshalb werden die verbleibenden Materialien – zusammen mit den zerrissenen Akten der AuslandsaufklĂ€rung aus den ĂŒbrigen Bezirksverwaltungen der Staatssicherheit – in das Pilotverfahren zur virtuellen Rekonstruktion eingebracht. Das Pilotverfahren hat somit auch positive Effekte auf die ArbeitsablĂ€ufe der manuellen Rekonstruktion: Erstmals besteht die Aussicht, Material differenziert nach Schadensklassen in verschiedene ArbeitsgĂ€nge einsteuern zu können. Durch diese neue arbeitsorganisatorische Option wird dem vom Deutschen Bundestag formulierten Ziel, die Rekonstruktion zerrissener Stasi-Unterlagen zu beschleunigen,cite-ref-38[38] zugleich auch bei der manuellen Zusammensetzung der Unterlagen entsprochen. Neben den Materialien der AuslandsaufklĂ€rung wurden schwerpunktmĂ€ĂŸig weiterhin Unterlagen der HA XX (Staatsapparat, Kultur, Kirche, Untergrund) des MfS zusammengesetzt.

Einen dritten Arbeitsschwerpunkt bildet seit Ende 2006 die Rekonstruktion von Unterlagen der Bezirksverwaltungen Cottbus und Frankfurt (Oder). Beide Überlieferungen sind durch hohe Verluste von Unterlagen gekennzeichnet, doch ist fĂŒr einige Bereiche zerrissenes Schriftgut in nennenswertem Umfang erhalten. Daher besteht die Aussicht, ÜberlieferungslĂŒcken im Wege der Rekonstruktion ausgleichen zu können.cite-ref-rek-39-0[39]

Pilotverfahren zur virtuellen Rekonstruktion

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Hauptartikel

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Stasi-Schnipselmaschine

FĂŒr die Haushaltsjahre 2007 und folgende bewilligte der Deutsche Bundestag bis zu 6,3 Millionen Euro fĂŒr ein Pilotverfahren zur virtuellen Rekonstruktion der zerrissen ĂŒberlieferten Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes. Das Pilotverfahren lehnt sich an eine Machbarkeitsstudie des Fraunhofer-Instituts fĂŒr Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) aus dem Jahr 2003 an. In dem im FrĂŒhjahr 2007 zwischen dem Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern (fĂŒr die BStU) und der Fraunhofer-Gesellschaft (fĂŒr das IPK) abgeschlossenen Forschungsauftrag wird dem Institut eingerĂ€umt, Projektteile von Unterauftragnehmern ausfĂŒhren zu lassen. Dies trifft insbesondere fĂŒr das Scannen und die sogenannte Rahmensoftware zur eigentlichen Rekonstruktionssoftware zu. Die fĂŒr die Verwahrung und Behandlung von MfS-Unterlagen geforderten Sicherheitsstandards werden vom IPK gewĂ€hrleistet.

Derzeit befindet sich das Pilotverfahren in der Entwicklungsphase. Da die Entwicklung der verschiedenen Module wesentlich zeitaufwĂ€ndiger war als das IPK beim Projektstart angenommen hat, kam es zu einer bisher ĂŒber zweijĂ€hrigen Verzögerung. Dennoch ist das Verfahren weiter auf einem guten Weg. Durch die Verzögerung entstehen keine Mehrkosten, da die Leistungen des IPK zu einem Festpreis erfolgsabhĂ€ngig vergĂŒtet werden.

Das Rekonstruktionsverfahren konnte mittlerweile in der ersten lauffĂ€higen Version, die die Basismodule beinhaltet, abgenommen werden. In der sich daran anschließenden Testphase (Testlauf im Realbetrieb) mit den verbliebenen SĂ€cken sollen die verschiedenen Arbeitsschritte auf ihre ZuverlĂ€ssigkeit hin ĂŒberprĂŒft und verfeinert werden. Auch wĂ€hrend des geplanten Testlaufs werden BeschĂ€ftigte der BStU beim IPK begleitend eingesetzt.

Das Pilotverfahren besteht aus zwei Hauptbausteinen. Der erste Hauptbaustein umfasst die vom IPK zu realisierende Entwicklungs- und Testphase, in der die Schnipsel aus einigen „ProbesĂ€cken“ von insgesamt 400 nach archivfachlichen Kriterien ausgewĂ€hlten SĂ€cken mit zerrissenen Unterlagen im IPK gescannt und automatisiert bzw. interaktiv (durch Mitarbeiter am Bildschirm) virtuell rekonstruiert werden. Die hierbei gewonnenen Erfahrungen dienen der Weiterentwicklung der Software und der optimalen Ablaufgestaltung. Mitarbeiter der BStU unterstĂŒtzen und begleiten die Arbeitsvorbereitung des Scan-Verfahrens sowie die QualitĂ€tssicherung fĂŒr das Zusammensetzen und die interaktive virtuelle Rekonstruktion.

Der zweite Hauptbaustein ist vom BStU zu realisieren und schließt sich an das technisch erfolgreich abgeschlossene Pilotverfahren an. In der archivischen Bearbeitungsphase werden die vom IPK gelieferten virtuell rekonstruierten Einzelseiten zu Dokumenten bzw. VorgĂ€ngen formiert und nach Archivstandards erschlossen. Das Ergebnis der darauf folgenden Auswertungsphase wird ein Bericht an den Deutschen Bundestag sein. Gefordert werden belastbare Aussagen zur Machbarkeit und Prozessmodellierung im Realbetrieb sowie zu den Kosten eines möglichen Hauptverfahrens. DarĂŒber hinaus sollen die im Pilotverfahren gewonnenen Erkenntnisse zum Mehrwert der rekonstruierten Unterlagen im Vergleich zu den vorhandenen Unterlagen bezogen auf die jeweils bearbeiteten TeilbestĂ€nde dargestellt werden. Auf der Grundlage dieser Aussagen soll das Parlament ĂŒber den weiteren Umgang mit den zerrissenen Unterlagen entscheiden können.cite-ref-rek-39-1[39]

Der Bundesrechnungshof kritisierte in seinem Jahresbericht 2016 die Kosten der Rekonstruktion zerrissener Stasi-Akten mit der Stasi-Schnipselmaschine. In acht Jahren konnten nur Schnipsel aus 23 SĂ€cken digitalisiert und der Inhalt von 11 SĂ€cken rekonstruiert werden. Dabei lagern rund 15.000 SĂ€cke mit Schnipseln in der Behörde. Der Bundesrechnungshof stellte fest, dass fĂŒr das Projekt beim BStU Ausgaben von mehr als 14 Millionen Euro angefallen waren, „ohne dass absehbar war, wann und wie eine relevant höhere Zahl von SĂ€cken bearbeitet werden könnte“ und forderte den BStU auf, „in einer Neu-Konzeption die fachlichen, technischen und finanziellen Voraussetzungen fĂŒr eine WeiterfĂŒhrung des Projekts darzulegen“ und empfahl, weil die 2014 vom Bundestag eingesetzte Expertenkommission fĂŒr die Zukunft des BStU die „DurchfĂŒhrbarkeit der virtuellen Rekonstruktion skeptisch“ sah, eine Kosten-Nutzen-AbwĂ€gung.cite-ref-40[40]

Die Behördenorganisation

Der Bundesbeauftragte war bis zur ÜberfĂŒhrung in die ZustĂ€ndigkeit des Bundesarchivs am 17. Juni 2021 Roland Jahn, die Funktion des Direktors beim Bundesbeauftragten wurde von der Abteilungsleiterin Zentral- und Verwaltungsaufgaben wahrgenommen. Der Stabsbereich umfasste die Sprecherin des BStU und die Pressestelle, das LeitungsbĂŒro sowie die Arbeitsbereiche Rekonstruktion und PrĂ€vention und interne Revision. Die Behörde war in fĂŒnf Abteilungen und diese wieder in Referate unterteilt; zudem gab es zwölf Außenstellen, welche insgesamt in das Bundesarchiv ĂŒberfĂŒhrt wurden. Der BStU hatte bis zur ÜberfĂŒhrung ins Bundesarchiv am 17. Juni 2021 zur Abstimmung und Beratung einen Beirat und ein wissenschaftliches Beratungsgremium.cite-ref-bstu-bund-organigramm-41-0[41]

Behördenleitung

1. Joachim Gauck (* 1940), 4. Oktober 1990 bis 10. Oktober 1998
2. Marianne Birthler (* 1948), 10. Oktober 1998 bis 14. MĂ€rz 2011
3. Roland Jahn (* 1953), 14. MĂ€rz 2011 bis 16. Juni 2021

Abteilung ZV (Zentral- und Verwaltungsaufgaben)

Diese Abteilung ist zustĂ€ndig fĂŒr Personalangelegenheiten und Aus- und Fortbildung (Referat ZV 1), Liegenschaften (ZV 2), Organisation (Referat ZV 3), Haushalt und Beschaffung (Referat ZV 4), Informations- und Telekommunikationstechnik (Referat ZV 5) sowie Innerer Dienst (Referat ZV 6), Justiziariat (Referat ZV 7), IT-Organisation / IT-Projekte (Referat ZV 8) sowie eine Projektgruppe Standortplanung. Abteilungsleiterin ist Alexandra Titze.cite-ref-bstu-bund-organigramm-41-1[41]

Abteilung AR (Archiv)

Die Abteilung gliedert sich in das Grundsatzreferat (AR 1), das Karteireferat (AR 2), den Magazindienst (Referat AR 3), Digitalisierung (Referat AR 4), die Erschließungsreferate AR 5 und AR 6. Abteilungsleiterin von AR ist Birgit Salamon.cite-ref-bstu-bund-organigramm-41-2[41]

Abteilung AU (Auskunft)

Die Abteilung besteht aus einem Grundsatzreferat (AU G) sowie verschiedenen Auskunftsreferaten (AU 1–6). Die Abteilung Auskunft bearbeitet die AntrĂ€ge auf Akteneinsicht der BĂŒrger, aber auch AntrĂ€ge auf ÜberprĂŒfung (Sicherheit, Parlamentarier u. a., Ordensangelegenheiten) fĂŒr Renten-, Rehabilitations- und Wiedergutmachungsfragen. Die AntrĂ€ge von Forschung und Medien werden in den Referaten AU 5 und AU 6 bearbeitet. Der Abteilungsleiter ist Martin Griese.cite-ref-bstu-bund-organigramm-41-3[41]

Abteilung KW (Kommunikation und Wissen)

Die Abteilung umfasst die digitale Vermittlung (Referat KW 1), die Öffentlichkeitsarbeit / Campusentwicklung (Referat KW 2), die wissenschaftliche Forschung (Referat KW 3), den Forschungsservice wie Publikationslektorat und Bibliothek (Referat KW 4) und Ausstellungen und regionale Schwerpunktstudien (Referat KW 5). Die Abteilungsleitung wird vom Bundesbeauftragten fĂŒr die Stasi-Unterlagen wahrgenommen.cite-ref-bstu-bund-organigramm-41-4[41]

Abteilung R (Regionale Aufgaben)

In der Abteilung R sind die zwölf Außenstellen des Stasi-Unterlagen-Archivs zusammengefasst. Sie befinden sich in frĂŒheren BezirksstĂ€dten der DDR und verwahren die Unterlagen der Bezirksverwaltungen des Staatssicherheitsdienstes. Abteilungsleiter ist Jens Boltze. In folgenden StĂ€dten gibt es BStU-Außenstellen:cite-ref-bstu-bund-organigramm-41-5[41]cite-ref-bstu-bund-au-enstellen-42-0[42]

‱ Chemnitz
‱ Dresden
‱ Erfurt
‱ Gera
‱ Leipzig
‱ Magdeburg
‱ Rostock
‱ Schwerin
‱ Suhl

Die Unterlagen der ehemaligen MfS-Bezirksverwaltungen Potsdam (ca. 4,7 Kilometer Dokumente) und Berlin (ca. 2,2 Kilometer Dokumente) wurden 2008 bzw. 2011 ins Archiv der Zentrale in Berlin-Lichtenberg ĂŒbertragen.cite-ref-aufstellungsorte-33-2[33]

Beirat des BStU

GemĂ€ĂŸ § 39 StUG (aufgehoben mit Wirkung vom 17. Juni 2021) begleitete bis zur ÜberfĂŒhrung ins Bundesarchiv am 17. Juni 2021 der Beirat die inhaltliche Arbeit des Bundesbeauftragten in beratender Funktion. Der Bundesbeauftragte unterrichtete den Beirat ĂŒber grundsĂ€tzliche und andere wichtige Angelegenheiten und erörterte sie mit ihm. Dem Beirat gehörten acht Mitglieder an, die vom Deutschen Bundestag gewĂ€hlt wurden, sowie neun Mitglieder, die von den jeweiligen Landtagen in den neuen BundeslĂ€ndern gewĂ€hlt oder von den jeweiligen Landesregierungencite-ref-43[43] ernannt wurden. Damit wurden in Anbetracht der fachlichen UnabhĂ€ngigkeit des Bundesbeauftragten eine zusĂ€tzliche Begleitung ihrer TĂ€tigkeit ermöglicht und die besonderen Interessen der neuen BundeslĂ€nder berĂŒcksichtigt.

Mitglieder im Beirat waren folgende vom Deutschen Bundestag gewÀhlte Personen:

‱ Katrin Budde,
‱ Petra Morawe,
‱ Bodo Walther,

Von den neuen BundeslÀndern wurden

‱ Jörn Mothes (Vorsitzender des Beirates) vom Land Mecklenburg-Vorpommern,
‱ Uwe Schwabe (Erster Stellvertreter des Vorsitzenden) vom Freistaat Sachsen,
‱ Iris Gleicke (Zweite Stellvertreterin des Vorsitzenden) vom Freistaat ThĂŒringen,
‱ Nancy Aris vom Freistaat Sachsen,
‱ Kai Langer vom Land Sachsen-Anhalt,
‱ Maria Nooke vom Land Brandenburg,
‱ Astrid Rothe-Beinlich vom Freistaat ThĂŒringen,
‱ Florian Steger vom Land Sachsen-Anhalt,
‱ Tom Sello vom Land Berlin

benannt.cite-ref-44[44]

Landesbeauftragte der ostdeutschen LĂ€nder

Neben den dem BStU unterstellten Außenstellen mit den Akten von 14 Bezirken der DDR (s. o.) gibt es, worauf § 38 StUG Bezug nimmt, sechs Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Folgen der kommunistischen Diktatur als eigenstĂ€ndige Behörden der ostdeutschen LĂ€nder, die von der Auflösung 2021 des BStU nicht betroffen sind. Ihre Berufung erfolgt durch die Landesparlamente und ist daher oft auch Gegenstand parteipolitischer Kompromisse. Die Aufgaben der LĂ€ndereinrichtungen sind durch Landesgesetze stĂ€rker auf individuelle Beratung und psychosoziale FĂŒrsorge der Stasi-Opfer ausgerichtet, auch erfĂŒllen sie landeseigene Bildungsaufgaben, so in Mecklenburg-Vorpommern:cite-ref-45[45]

‱ Beratung und UnterstĂŒtzung bei der Inanspruchnahme von EntschĂ€digungs- und Hilfeleistungen, insbesondere zur Rehabilitierung und EntschĂ€digung von Opfern rechtsstaatswidriger Verfolgung
‱ Beratung zur KlĂ€rung und Anerkennung des eigenen Schicksals und des Schicksals von Angehörigen
‱ Beratung zu Fragen der Antragstellung, zum Recht auf Auskunft, zur Einsicht und Herausgabe von Stasi-Unterlagen
‱ Beratung von öffentlichen Stellen beim Umgang mit Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR
‱ AufklĂ€rung und Förderung der politischen und historischen Aufarbeitung der TĂ€tigkeit des Staatssicherheitsdienstes
‱ Zusammenarbeit mit der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung, OpferverbĂ€nden und Aufarbeitungsinitiativen

Berlin Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Aktuell: Tom Sello (seit 2017), Franz-Jacob-Str. 4 B, 10369 Berlin, Internet: berlin.de/aufarbeitung/

FrĂŒherer Beauftragter: Martin Gutzeit (1993–2017)

Brandenburg Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur. Aktuell: Maria Nooke, Hegelallee 3, 14467 Potsdam, Internet: aufarbeitung.brandenburg.de

FrĂŒhere Beauftragte: Ulrike Poppe (Erstberufung nach langer GrĂŒndungsdebatte; 2009–2017)

Mecklenburg-Vorpommern Landesbeauftragte fĂŒr Mecklenburg-Vorpommern fĂŒr die Aufarbeitung der SED-Diktatur. Aktuell: Burkhard Bley, Bleicherufer 7, 19053 Schwerin, Internet: landesbeauftragter.de

FrĂŒhere Beauftragte: Peter Sense (1993–1998), Jörn Mothes (1998–2008), Marita Pagels-Heineking (2008–2013), Anne Drescher (2013–2023)cite-ref-46[46]

Sachsen SĂ€chsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Aktuell: Nancy Aris, Devrientstraße 1, 01067 Dresden, Internet: lasd.landtag.sachsen.de

FrĂŒhere Beauftragte: Fritz Arendt (1993–1996), Siegmar Faust (1996–1999; abberufen), Michael Beleites (2000–2010), Lutz Rathenow (2011–2021)

Sachsen-Anhalt Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Aktuell: Birgit Neumann-Becker, Schleinufer 12, 39104 Magdeburg, Internet: aufarbeitung.sachsen-anhalt.de

FrĂŒhere Beauftragte: Edda Ahrberg (1994–2005), Gerhard Ruden (2005–2010; zurĂŒckgetreten),

ThĂŒringen Landesbeauftragter des Freistaats ThĂŒringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Aktuell: Peter Wurschi, JĂŒrgen-Fuchs-Straße 1, 99096 Erfurt, Internet: thla.thueringen.de

FrĂŒhere Beauftragte: JĂŒrgen Haschke (1993–2003); Hildigund Neubert (2003–2013), Christian Dietrich (2013–2018)

Podcast „111 km Akten“

podcast Am 1. April 2020 startete die Behörde den wöchentlichen, spĂ€ter zweiwöchentlichen Podcast 111 Kilometer Akten. Dieser lief auch nach dem Übergang des Archivs ins Bundesarchiv weiter und endete im Dezember 2022.cite-ref-47[47] Im Podcast kamen Nutzer des Archivs von außen und Archivmitarbeiter zu Wort, zudem wurde ĂŒber Veranstaltungen des Archivs zur Stasi-Geschichte berichtet. Jede Folge endete mit einem kurzen Originalton aus dem ĂŒber 20.000 Tondokumente umfassenden Audiobereich des Archivs. Die Themen deckten weite Teile der Stasi- und damit implizit der DDR-Geschichte ab. Der Podcast basiert auf einem Konzept des Journalisten Maximilian Schönherr, der auch Mitgastgeber des Podcast war.

Literatur

Der BStU hat zahlreiche Dokumentationen und Analysen zu allen möglichen Aspekten rund um die DDR und deren Ministerium fĂŒr Staatssicherheit veröffentlicht – Angaben dazu sind auf der Internetseitecite-ref-48[48] und in der Deutschen Nationalbibliothekcite-ref-49[49] zu finden.

Rundfunkberichte

‱ Otto Langels: DDR-Geheimdienst – Die ungewisse Zukunft der Stasi-Unterlagenbehörde, in: Deutschlandfunk – Hintergrund vom 28. Januar 2014

Weblinks

Commons

: Bundesbeauftragter fĂŒr die Stasi-Unterlagen

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Geschichte des BStU auf der Website des Stasi-Unterlagen-Archivs
‱ TĂ€tigkeitsberichte des BStU auf der Website des Stasi-Unterlagen-Archivs
‱ MfS-Lexikon auf der Website des Stasi-Unterlagen-Archivs
‱ Literatur von und ĂŒber Bundesbeauftragter fĂŒr die Stasi-Unterlagen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Landesbeauftragter des Freistaats ThĂŒringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
‱ Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
‱ SĂ€chsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
‱ Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur
‱ Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
‱ Landesbeauftragter fĂŒr Mecklenburg-Vorpommern fĂŒr die Aufarbeitung der SED-Diktatur

Einzelnachweise

cite-note-haushaltsvolumen-im-jahr-2020-11. Entwurf eines Gesetzes ĂŒber die Feststellung des Bundeshaushaltsplans fĂŒr das Haushaltsjahr 2020. In: dipbt.bundestag.de. Bundesrat, 9. August 2019, abgerufen am 4. September 2019.
cite-note-bhp21-22. Bundeshaushaltsplan 2021. S. 331, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 9. Januar 2021; abgerufen am 7. Februar 2021.
cite-note-33. ↑ BGBl. I S. 750
cite-note-44. ↑ Geschichte des BStU. In: bstu.bund.de. Abgerufen am 22. Januar 2017.
cite-note-55. ↑ Aufgaben der BStU (Memento vom 26. MĂ€rz 2009 im Internet Archive)
cite-note-bundestags-drucksache-16-9875-66. ↑ BT-Drs. 16/9875
cite-note-pnn-279015-77. ↑ Matthias Schlegel: 30 Jahre fĂŒr die Aufarbeitung. In: pnn.de. 30. MĂ€rz 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 2. Februar 2017; abgerufen am 22. Januar 2017.
cite-note-bundesre-bundesre-88. ↑ Bundesregierung – Staatsministerin fĂŒr Kultur und Medien. In: bundesregierung.de. Abgerufen am 22. Januar 2017.
cite-note-99. ↑ Bundesbeauftragter Roland Jahn. In: bstu.bund.de. Archiviert vom Original am 1. MĂ€rz 2020; abgerufen am 22. Januar 2017.
cite-note-1010. ↑ Stasi-Unterlagen: Verschwendung? In: Der Spiegel. Nr. 5, 2016 (online – 30. Januar 2016).
cite-note-1111. ↑ Geschichte des Stasi-Unterlagen-Archivs. Archiviert vom Original; abgerufen am 1. Oktober 2024.
cite-note-1212. ↑ Richtlinie Nr. 1/76. In: www.ddr-wissen.de. Abgerufen am 7. Mai 2019.
cite-note-1313. ↑ Antragszahlen. BStU, abgerufen am 16. April 2024.
cite-note-tagesspiegel-1-1414. ↑ Joachim Gauck: Lichtgestalt mit Schattenseite. tagesspiegel.de, 27. Dezember 2012, abgerufen am 6. Juni 2013.
cite-note-welt-1-1515. ↑ Birthler-Behörde: Kontroverse ĂŒber brisantes Gutachten. Welt Online, 15. Juni 2007, abgerufen am 6. Juni 2013.
cite-note-bstu-1-1616. ↑ Birthler: Gutachten bleibt hinter Erwartungen zurĂŒck. bstu.bund.de, 13. Juni 2007, archiviert vom Original am 2. Oktober 2013; abgerufen am 6. Juni 2013.
cite-note-1717. ↑ Antrittsrede von Roland Jahn vom 14. MĂ€rz 2011: Das LĂŒgen darf nicht belohnt werden (Memento vom 19. Juni 2013 im Webarchiv archive.today)
cite-note-1818. ↑ Journal der Juristischen Zeitgeschichte 2/2009, S. 68 „Was macht die ‚Rosenholz‘-Datenbank fĂŒr die Öffentlichkeit so interessant?“.
cite-note-1919. ↑ Der Aktenstreit war streng genommen ein Aktenzugangsstreit oder Aktenherausgabestreit.
cite-note-2020. ↑ Die Regelungen des Stasi-Unterlagen-Gesetzes zur ZulĂ€ssigkeit der ZurverfĂŒgungstellung von Unterlagen ĂŒber AmtstrĂ€ger und Personen der Zeitgeschichte an Forschung und Presse sind verfassungskonform auszulegen (Fall Kohl II) (BVerwG) (Memento vom 5. November 2011 im Internet Archive)
cite-note-2121. ↑ Deutscher Bundestag 16. Wahlperiode – Drucksache 16/11597.
cite-note-spiegel-69743993-2222. ↑ Birthler-Behörde: Aufarbeitung mit Zukunft. In: Der Spiegel. Nr. 13, 2010 (online).
cite-note-2323. ↑ Plan zur Verlegung des Rostocker Stasi-Archivs ĂŒberrascht Mitarbeiter (Memento vom 16. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)
cite-note-2424. ↑ Deutscher Bundestag: Unterrichtung (Drucksache 19/8201). Abgerufen am 8. August 2019.
cite-note-2525. ↑ Deutscher Bundestag: Beschlussempfehlung und Bericht (Drucksache 19/12115). Abgerufen am 8. August 2019.
cite-note-2626. ↑ Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll 19/115. Abgerufen am 26. November 2019.
cite-note-2727. ↑ Deutscher Bundestag: Gesetzentwurf (Drucksache 19/23709). Abgerufen am 9. November 2020.
cite-note-2828. ↑ Deutscher Bundestag: 58. Sitzung – Öffentliche Anhörung zu dem Gesetzentwurf der Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 
 Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 9. November 2020; abgerufen am 9. November 2020.
cite-note-2929. ↑ Deutscher Bundestag: "Drucksache 19/24484 des deutschen Bundestages". Abgerufen am 21. Januar 2021.
cite-note-3030. ↑ BStU-Pressemitteilung: Das Stasi-Unterlagen-Archiv der Zukunft Bundestag verabschiedet Gesetz zur Integration des Stasi-Unterlagen-Archivs in das Bundesarchiv und richtet einen SED-Opferbeauftragten ein. 19. November 2020, archiviert vom Original; abgerufen am 16. April 2024.
cite-note-3131. ↑ BGBl. I S. 750
cite-note-bstu-erschliessung-3232. ↑ Das Stasi-Unterlagen-Archiv in Zahlen. BStU, abgerufen am 16. April 2024 (Stand: Dezember 2020).
cite-note-aufstellungsorte-3333. ↑ Das Archiv. Abgerufen am 16. April 2024.
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cite-note-3636. ↑ Anhang „bstu20130218_anlage.pdf“
cite-note-netzpoli-2013-3737. ↑ Gastbeitrag: Erschreckende Statistik: Geheimdienste und Polizei nutzen Stasi-Akten, auch amerikanische Behörden wie die NSA. In: netzpolitik.org. 19. Juni 2013, abgerufen am 22. Januar 2017.
cite-note-3838. ↑ Bundestagsdrucksachen 14/4885 und 15/3718
cite-note-rek-3939. ↑ Rekonstruktion zerrissener Stasi-Unterlagen. Anfang der 1990er Jahre begann der BStU, Unterlagen zu rekonstruieren, die von Mitarbeitern des Ministeriums fĂŒr Staatssicherheit per Hand zerrissenen waren. Insgesamt fand sich dieses Material in 16.000 SĂ€cken. BStU, abgerufen am 7. Mai 2019.
cite-note-4040. ↑ 2016 Bemerkungen Band I Nr. 07 – Entwicklung des Einzelplans 04. (pdf) In: Jahresbericht 2016 des Bundesrechnungshofs. 15. November 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 9. Juli 2021; abgerufen am 7. Juli 2021.
cite-note-bstu-bund-organigramm-4141. ↑ https://web.archive.org/web/20210724074604/https://www.stasi-unterlagen-archiv.de/assets/bstu/de/Downloads/organigramm.pdf
cite-note-bstu-bund-au-enstellen-4242. ↑ BStU: Das Stasi-Unterlagen-Archiv in der Region. In: bstu.de. Behörde des Bundesbeauftragten fĂŒr die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), abgerufen am 7. Mai 2019.
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cite-note-4747. ↑ Podcast „111 km Akten“ auf der Website des Stasi-Unterlagen-Archivs
cite-note-4848. ↑ Publikationen der Stasi-Unterlagenbehörde. In: bstu.bund.de. Abgerufen am 22. Januar 2017.
cite-note-4949. ↑ GND 5078273-3